Erhöhter Augendruck kann ein Glaukom zur Folge haben. Das wird alles bei einer Glaukomfrühbehandlung gemacht:
-Augendruckmessung
-Augenhintergrundspiegelung und gegebenenfalls Gesichtsfeldbestimmung.
Die Behandlung eines erhöhten Augeninnendrucks kann das Auftreten eines Glaukoms verhindern oder verzögern, sodass eine Glaukomfrüherkennung als geeignet angesehen werden kann. Allerdings können die angewandten Methoden (siehe oben) ein Glaukom oder einenerhöhten Augeninnendruck nicht mit Sicherheit oder erst spät nachweisen.
Für wen diese Glaukomfrüherkennung sinnvoll? Der Nutzen einer Behandlung ist bei Personen ohne vorbestehende Augenerkrankung zwischen 40 und 80 Jahren und mit einem Augeninnendruck zwischen 24 und 32 mmHg belegt.
Glaukom ist eine Augenkrankheit mit erhöhtem Augeninnendruck. Ein Glaukom kann durch Schädigung von Netzhaut und Sehnerv bis zur Erblindung führen. Folgende Faktoren beeinflussen das Glaukom:
-bei Hyperopen häufiger, da kürzer gebautes Auge bzw. Hornhaut flacher
-enger Kammerwinkel = Trabekelwerk enger (engmaschiger) kann somit leichter verstopfen
-Augeninnendruck steigt
Medikament oder Operation?
Ein Glaukom (grüner Star) kann medikamentös oder chirurgisch behandelt werden. Ein Schweizer Team wollte nun wissen welche der beiden Behandlungsmethoden besser anschlägt. Es wurden 60 Patienten mit unterschiedlich behandeltem Offenwinkelglaukom* geprüft. Der Test verlief folgendermassen: Durch vier Messungen des Augeninnendrucks zwischen 8:00 – 17:00 wurde eine Tagesdruckkurve erstellt. Danach mussten alle Probanden innert 15 Minuten einen Liter Wasser trinken. Anschliessend wurden wieder Druckmessungen vorgenommen. Die Personen mit medikamentös behandeltem Glaukom wiesen nach dem Trinkwasser Test einen erhöhten Augendruck auf. Allerdings gab es zwischen den mit Medikament Latanoprost und den chirurgisch behandelten Personen keine grössere Variation.
Eine Dosis Latanoprost täglich reicht nach klinischen Prüfungen vollkommen und ist genauso effektiv wie zweimal täglich Timolol.
* Beim Offenwinkelglaukom ist der Abfluss des Kammerwassers behindert. Dadurch steigt der Druck.