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Strabismus

Gerade rund ums Thema Auge gibt es unzählige medizinische Begriffe und Wörter aus der Fachsprache, die für einen Laien zum Teil nur schwer verständlich sind. Dies kann zu allerlei Verwirrung sorgen. Deshalb soll hier nun ein Begriff erklärt werden, der wohl den wenigsten geläufig ist: die Winkelfehlsichtigkeit.

Ein anderer Begriff für Winkelfehlsichtigkeit ist verstecktes Schielen. Darunter kann man sich schon eher etwas vorstellen. Es handelt sich also kurzgesagt um ein Schielen, welches von blossem Auge nicht sichtbar ist (deshalb versteckt), da der/die Betroffene durch eine permanente Anstrengung die Augen exakt auszurichten versucht.

Etwas genauer erklärt: Wenn jemand an einer Winkelfehlsichtigkeit leidet, bedeutet dies, dass seine Augenmuskeln nicht genau gleich lang, oder unterschiedlich stark gespannt sind. Dies bedeutet nun, dass die beiden Augen nicht exakt ausgerichtet sind. Ist dies der Fall, dann decken sich die gesehenen Bilder nicht und können somit im Gehirn nicht zu einer getreuen „Kopie“ der Wirklichkeit abgebildet werden. Das heisst also, der/die Betroffene würde ein Doppelbild sehen. Damit dies nun aber nicht geschieht, muss das Gehirn die beiden Bilder zu einem Bild zusammenfügen. Es gleicht also sozusagen den Fehler wieder aus. Man kann sich nun gut vorstellen, dass dieses ständige Fehlerausgleichen eine starke Belastung darstellt (und viel Energie braucht!) und das Gehirn enorm beansprucht. Die Auswirkungen, welche als Folge davon entstehen können, sind unterschiedlich und bei jedem Menschen individuell verschieden.

Wichtig ist, dass ein solches verstecktes Schielen erkannt wird (was es eben wegen seiner nicht Sichtbarkeit oft nicht wird). Dank einer sogenannten Prismenbrille kann nämlich Abhilfe geboten werden. Mit dieser speziellen Brille wird dafür gesorgt, dass das Gehirn nicht ständig die vom Auge gelieferten Bilder ausgleichen muss. In anderen Worten wird das Gehirn damit entlastet.